Der Wettlauf um nicht-erneuerbare natürliche Resoucen in der Arktis ist in vollem Gange. Argumente zur Versorgungssicherheit bei sogenannten kritischen Rohstoffen – die für die Energiewende, die Digitalisierung und die Rüstungsindustrie benötigt werden – setzen die Gemeinschaften, in denen die Rohstoffgewinnung stattfindet, erheblich unter Druck. In indigenen Kontexten wird dies zunehmend unter den Begriffen „grüner Kolonialismus" und „grüner Extraktivismus" verstanden.
Die Arktis und ihre Rohstoffe
Die Arktis[1], mit ihren sub-arktischen Ausläufern südlich des Polarkreises, wird von etwa vier Millionen Menschen bewohnt, wobei eine halbe Million davon indigen sind und über 50 Sprachgruppen angehören. Sie beheimatet mit Kanada, USA, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Island und Grönland/Dänemark acht Anrainerstaaten entlang des Nordpolarmeeres. Obwohl die Arktis ein Image endloser Weiten in nahezu unberührter Natur hat, ist sie auch aufgrund der dortigen Bodenschätze und deren Abbau urbanisiert und industrialisiert.
Die Region rückt im Zuge von sozio-technologischen Transformationen – Elektromobilität, erneuerbare Energien und Hyper-Digitalisierung – sowie des Ausbaus der Rüstungs- und Bauindustrie zunehmend in den internationalen Fokus. Sie alle erfordern sogenannte strategische und kritische Rohstoffe, eine Klassifikation von Rohstoffen, die von vielen Staaten und der EU verwendet wird (siehe u.a. European Union 2024). Dabei handelt es sich um Rohstoffe wie Seltenerdelemente, Lithium, Kobalt, Kupfer, Graphit, Nickel, Germanium und andere, deren zukünftiger Bedarf sich laut Analyst*innen bis 2050 massiv vervielfachen wird (Melcher 2024). Die “Kritikalität” von kritischen Rohstoffen ist hierbei keinen geologischen Bedingungen geschuldet, sondern leitet sich in den Zukunfts- und Bedarfsprognosen von wirtschaftlichen und geopolitischen Bedingungen für sichere Lieferketten ab.
Der geologisch nachgewiesene Reichtum an Rohstoffen in der Arktis könnte – so die Narrative von Politik, Industrie und Finanzsektor – Abhilfe in Zeiten unsicher gewordenen Lieferketten schaffen und globale Abhängigkeit von China als einen der führenden Rohstoffproduzenten (wenn auch nur geringfügig) mindern. Der aktuelle gesellschaftliche Diskurs über die Arktis als neue Rohstoff-Frontier blendet aus, dass Projekte aufgrund der Dauer von geologischen Explorationen, Sicherung von Investitionen, Genehmigungsverfahren und Verhandlungen mit Anrainergemeinden mitunter Jahrzehnte bis zum eigentlichen Abbaubeginn brauchen. Darüber hinaus erschweren die klimatischen Bedingungen in der Arktis sowohl Exploration als auch Förderung.

• Matimekush Lac John Region, das Siedlungsgebiet der Innu Nation, die vom möglichen Bergbau betroffen ist. ©Thierry Rodon
Der Andrang auf die Ressourcen der Arktis ist kein junges Phänomen. Koloniale Gewalt und Landnahme im Zuge der Ressourcenausbeutung prägen ihre Geschichte. Dies reicht von Pelzjagd- und handel während der zaristischen Eroberung Sibiriens im 16. Jh., über den kommerziellen Walfang ab dem 17. Jh., bis hin zum nordamerikanischen Siedlerkolonialismus ab dem 19. Jh. Der Hafen von Narvik in Norwegen wurde Anfang des 20. Jh. mit der Eisenbahnverbindung nach Kiruna in Schweden zum infrastrukturellen Knotenpunkt für europäische Eisenerzlieferketten. In der Sowjetunion entstanden ab den 1930er Jahren arktische Bergbaustädte für den Abbau von Kohle, Nickel und Diamanten (bis in die 1950er Jahre unter Gulag-Zwangsarbeit). Mit der Trans-Alaska-Pipeline vom North Slope bis nach Valdez wurden die dortigen indigenen Iñupiat-Gemeinden ab den 1970er Jahren Teil der Erdölindustrie in den USA.
Der Widerstand gegen Umweltverschmutzung, Rassismus und soziale Benachteiligung führte regional zu indigenen politischen Selbstbestimmungsbewegungen, was in der zweiten Hälfte des 20. Jh. in einigen Regionen Kanadas in die Zuerkennung von indigenen Landrechten inklusive Rechte auf Bodenschätze und indigene Selbstverwaltung mündete. Dies beinhaltet Konsultationsrechte bei der Entwicklung von Bergbau- und Infrastrukturprojekten, die dem Prinzip von Free, prior and informed consent (FPIC; United Nations 2007) (jedoch ohne Vetorecht) folgen. Der Abschluss von sogenannten Impact and Benefit Agreements zwischen Projektproponenten und indigenen Gemeinschaften ist in Kanada mittlerweile weit verbreitet und kann u.a. Gewinnbeteiligungen mit einschließen. Solche Instrumente müssen aber nicht zwangsläufig zu indigener Zustimmung führen (Saxinger 2021). In den europäischen Arktis-Anrainerstaaten fordern die indigenen Sámi Anpassungen der für sie unzufriedenstellenden nationalen indigenen Rechte hinsichtlich Konsultation und Zustimmung in der Landnutzungsplanung. Im arktischen Russland sind die in den 1990er und 2000er politisch zunehmend sichtbaren Indigenen-Vertretungen und Aktivist*innen heute massiven staatlichen Repressionen ausgesetzt.
Hinsichtlich der Akzeptanz von Bergbau in indigenen Anrainergemeinden ist festzuhalten, dass diese keine homogenen Einheiten bilden, sondern die Meinungen über pro und contra Bergbau quer durch die lokale Bevölkerung gehen; insbesondere, wenn die Industrie auch zum etablierten Arbeitgeber für Indigene wurde.
Grüner Extraktivismus und grüner Kolonialismus in der Arktis
Im kritischen politischen und zivilgesellschaftlichen Umfeld in der Arktis etablierten sich in den letzten Jahren bezüglich Bergbaues und erneuerbarer Energiegewinnung die Begriffe grüner Kolonialismus und grüner Extraktivismus (Fjellheim 2023). Der Begriff Extraktivismus wurde in Lateinamerika geprägt und bezeichnet eine großskalige Ausbeutung von Ressourcen durch meist transnationale Unternehmen, die ohne nennenswerte nationale Weiterverarbeitung und lokale Wertschöpfung exportiert werden und häufig von Konflikten mit lokalen Bewohner*innen begleitet sind (Hamilton 2022). Der Begriff kritisiert die sozio-ökologischen Kosten des Bergbaus, die unfreiwillige Landnahme, Umsiedlung von Bevölkerung, fehlende Mitbestimmung bei der Ausgestaltung der Regionalentwicklung, Umweltverschmutzung und Veränderungen der Lebensstile in der Region umfassen können.
Bei den Begriffen grüner Extraktivismus und grüner Kolonialismus kommt hinzu, dass sich im Kontext der globalen Dekarbonisierungsbemühungen koloniale Strukturen fortsetzen können. Das Narrativ, die Rohstoffe dienten hauptsächlich der Energiewende, verschleiert, dass ein überwiegender Teil davon auch in anderen (nicht-grünen) Sektoren verbraucht wird. Von betroffenen Anrainer*innen wird insbesondere kritisiert, dass von Gesellschaft und Politik in den globalen Zentren des hauptsächlichen Konsums dieser Rohstoffe scheinbar erwartet wird, dass der soziale und ökologische Preis für die Energiewende in den Peripherien bezahlt wird. Im Folgenden widmen sich zwei Fallbeispiele[2] diesem Komplex.
Unsichere Zukunft in Nunavik (Kanada) – das Strange Lake Seltenerdelemente Projekt
Das Projekt Strange Lake, derzeit in Explorations- und Genehmigungsphase, ist Teil Kanadas Strategie, nationale Förder- und Verarbeitungskapazitäten zu steigern und Lieferketten abzusichern. Das private kanadische Unternehmen Torngat Metals Ltd. plant hier ab 2030 Seltenerdelemente abzubauen (Naskapi 2024, Torngate Metals 2024, KEQC 2025). Kanadas Critical Minerals Strategy klassifiziert diese Rohstoffe als von kritischer und strategischer Bedeutung für die Energiewende und den Verteidigungssektor (IEA 2022, Government of Canada 2024).
Die Region Strange Lake umfasst Teile der beiden Provinzen Quebec (Nunavik) und Neufundland und Labrador (Nunatsiavut). Sie beherbergt kulturell wichtige Stätten der dort indigenen Innu, Naskapi und Inuit, die die Region darüber hinaus auch für die subsitenzbasierte Jagd und Fischerei nutzen (NunatuKavut Community Council, 2023). Bereits in den späten 1970ern gab es erste Unternehmungen, die mineralischen Vorkommen der Region abzubauen, die jedoch aufgrund ökonomischer Überlegungen, anhaltender Spannungen um lokale Wertschöpfung, Umweltschutz und die Beteiligung indigener Gemeinschaften aufgegeben wurden.
Die komplexen Bergbau- und Umweltgesetze und die Regularien der Konsultationsmechanismen mit indigenen Gemeinschaften, die sich aus überlappenden Zuständigkeiten auf föderalen, Bundes-, Provinz- und indigenen Verwaltungsebenen ergeben, führen zu langen Verfahren und Entscheidungsprozessen sowie intensivierten Spannungen zwischen den involvierten Stakeholdern.
Einige der betroffenen indigenen Gemeinschaften, Teile nicht-indigener lokaler Bevölkerung und Umweltschutzgruppen leisten aktiv Widerstand gegen das Projekt. Sie befürchten negative Auswirkungen auf lokale Ökosysteme und Gesundheit und kritisieren unzureichende Inklusion in Konsultationsprozesse. Torngat Metals Ltd. beansprucht für sich hingegen vorbildliches ökologisches und soziales Gebaren und, dass sich nach Standards internationaler Organisationen zur Einhaltung von Sorgfaltspflichten gerichtet wird.
Die Region Strange Lake umfasst Teile der beiden Provinzen Quebec (Nunavik) und Neufundland und Labrador (Nunatsiavut)). ©Google
Ein arktischer Fjord im Zentrum europäischer Rohstoffpolitik – das Nussir Kupfer Projekt
Direkt am Repparfjord (Sámi: Riehpovuotna) in der Provinz Finnmark in Norwegen – ein Fjord dessen Fließgewässer seit 1987 von der Regierung unter Schutz gestellt wurden – liegt das geplante Kupferprojekt der kanadischen Firma Blue Moon Metals. Dieses Gebiet ist auch Teil von Sápmi, dem kulturellen Lebens- und Subsistenzraum der indigenen Sámi, der sich über Teile Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands erstreckt. Die anvisierte Lagerstätte wird auf ein Volumen von 74 Mio. Tonnen Kupfererz geschätzt, was sie in den Fokus europäischer Rohstoffpolitik und internationaler Investoren rückt.
Bereits seit 20 Jahren arbeitet das norwegische Unternehmen Nussir ASA daran, das Bergbauprojekt zu starten. Nach der Fusionierung mit Blue Moon Metals und der Klassifizierung als Strategisches Projekt im Rahmen des Critical Raw Materials Act (European Union 2024) im Sommer 2025, begannen die ersten Sprengungen für einen Zugang zur geplanten Untertagemine.
Trotz landesweiter Proteste von Sámi und Umweltschützer*innen genehmigte die norwegische Regierung 2019 das Projekt zum Kupferabbau. Die Sámi sehen ihr, in der UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples (United Nations 2007) ausformulierte, Recht auf Free prior and informed consent (FPIC) verletzt und protestieren weiterhin sowohl am Projektgelände als auch über Ländergrenzen hinweg. Ein zentraler Kritikpunkt sind die Pläne, den toxischen Minenabraum im geschützten Repparfjord abzulassen. Norwegen ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen sogenanntes Mine Waste Dumping erlaubt ist. Zudem liegt die Mine auf wichtigem Weidegrund für Rentiere, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell für die Existenz der Sámi zentral sind. Die Bergbauaktivitäten stellen eine Gefährdung des Rentierbestandes dar, da sich die Tiere zum Kalben in die Region der geplanten Mine zurückziehen. Die norwegische Regierung sieht hingegen in dem Projekt eine weitere Chance, die industrielle Erschließung der arktischen Gebiete Norwegens voranzutreiben und stellt darin das Narrativ der Grünen Wende ins Zentrum (Nilsen 2019).
Repparfjord (Sámi: Riehpovuotna) in der Provinz Finnmark in Norwegen. ©Google
Verteidigung der Arktis gegen grünen Extraktivismus und grünen Kolonialismus
Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Arktis in Zukunft als Sehnsuchtsort für Bergbau weiter etablieren wird, wenngleich durch klimatische und politisch-regulatorische Bedingungen sowie teilweise Ablehnung von Projekten durch Anrainer*innen und vergleichsweise hohem Bedarf an Investitionen, neue Explorations- und Abbauprojekte nur langsam umgesetzt werden können. Essenzielle Voraussetzungen für eine sozial- und umweltverträgliche Rohstoffgewinnung sind lokale und indigene Mitbestimmung (z.B. FPIC) und (Gewinn-)beteiligungsverträge mit der Lokalbevölkerung, rigorose Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen und unternehmerische Verantwortung im gesamten Minenzyklus, Anwendung höchster technologischer, arbeitsrechtlicher und Umweltstandards sowie politische Transparenz hinsichtlich realistischer Erwartungen für Arbeitsmarkt-, Demographie- und Regionalentwicklung. Obwohl indigene Positionen innerhalb von Gemeinden sehr heterogen sein können, haben sie die massiven negativen Konsequenzen des arktischen Kolonialismus nicht vergessen und sind heute bei Projekten im Namen von übergeordneten nationalen Interessen stets alarmiert: Es wird befürchtet, dass Extraktivismus und Kolonialismus (im Sinne von Landnahme ohne lokale Mitbestimmung), nun im “grünen” Gewand daherkommen und indigene Kulturen und lokale Wirtschaftsformen bedrohen.
Radiosendung „Wem gehört die Arktis?“ „
Hören Sie die ORF Sendung „Wem gehört die Arktis?“ vom 28.01.2026 im Radiosender Ö1. Zu Gast war die APRI Wissenschaftlerin Prof. Gertrude Saxinger.
Host/Moderation: Barbara Zeithammer
[1] Wir beziehen uns in der Definition dieser Region auf jene im Arctic Human Development Report (Einarsson et al. 2004). Eine allgemeingültige Abgrenzung der Gebiete nördlich und südlich des Arktischen Polarkreises liegt nicht vor.
[2] Die beiden Fallbeispiele stammen aus den Arbeitskontexten der Autor*innen und sind als exemplarisch und nicht wissenschaftlich repräsentativ zu verstehen. Dennoch geben sie wertvolle Einblicke in sozial-ökologische Problemstellungen, die im Kontext von Bergbauvorhaben in der Arktis entstehen können.
Medieninformation
Verfasst von Gertrude Saxinger, Marlene Auer, Dorothea Hamilton, Hannah Pilgrim, Thierry Rodon
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Layout: APRI-Media-Team.
Autor*innenbiographien
Gertrude Saxinger ist Professorin für Angewandte Integrative Geographie an der Universität Graz und Mitglied des Austrian Polar Research Institute APRI. Sie leitet das Projekt Beyond Hot Air – Conversations around critical raw materials supply for the ´greenˋ transition. Sie forscht seit 20 Jahren zur Rohstoffindustrie in der Arktis.
Hannah Pilgrim, Humangeographin und Sozialwissenschaftlerin, koordiniert das bundesweite zivilgesellschaftliche Netzwerk “AK Rohstoffe” bei der Berliner NGO PowerShift e.V. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sie sich mit den ökologischen, menschenrechtlichen und sozialen Auswirkungen deutscher und europäischer Rohstoffpolitik.
Dorothea Hamilton ist Geographin und promovierte zu Extraktivismus in Lateinamerika. Derzeit arbeitet sie als PostDoc in dem transdisziplinären Projekt Resources in Transformation (ReForm) an der FernUni in Hagen zu Fragen um Ressourcenabbau und Konfliktvermeidung im Kontext sich wandelnder Rohstoffbedarfe.
Marlene Auer schließt derzeit ihren Master in Politikwissenschaft ab. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Beyond Hot Air – Conversations around critical raw materials supply for the ´greenˋ transition und Mitglied des Austrian Polar Research Institute APRI.
Thierry Rodon ist Professor für Politikwissenschaft an der Université Laval in Kanada. In seiner Forschung untersucht er die Beziehungen zwischen indigenen Gemeinschaften und der Rohstoffindustrie im Norden Kanadas, in Skandinavien und in Australien, mit besonderem Schwerpunkt auf Landrechten, Benefit-Sharing und der Umsetzung des Prinzips der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (free, prior and informed consent – FPIC).
Literatur:
Einarsson, N. et al. (Hrsg.) (2004). Arctic Human Development Report. Stefansson Arctic Institute. https://www.svs.is/static/files/images/pdf_files/ahdr/English_version/AHDR_first_12pages.pdf
European Union. (2024). Regulation (EU) 2024/1252 of the European Parliament and of the Council of 11 April 2024 establishing a framework for ensuring a secure and sustainable supply of critical raw materials and amending Regulations (EU) No 168/2013, (EU) 2018/858, (EU) 2018/1724 and (EU) 2019/1020. http://data.europa.eu/eli/reg/2024/1252/oj
Fjellheim, E. M. (2023). “You can kill us with dialogue”: Critical perspectives on wind energy development in a Nordic-Saami green colonial context. Human Rights Review, 24: 25-51. https://doi.org/10.1007/s12142-023-00678-4
Government of Canada. (December 20, 2024). Canada to unlock critical minerals rare earth development in Northern Quebec and Labrador with new funding. https://www.canada.ca/en/natural-resources-canada/news/2024/12/canada-to-unlock-critical-minerals-rare-earth-development-in-northern-quebec-and-labrador-with-new-funding.html
Hamilton, D. (2022). Andengold: Bergbaufluch in (Post-)Bürgerkriegsländern Lateinamerikas. Springer VS Wiesbaden.
International Energy Agency (IEA). (2022). Critical minerals list 2021. https://www.iea.org/policies/15698-critical-minerals-list-2021
Kativik Environmental Quality Commission (KEQC). (2025). Strange Lake rare earth mining project. https://www.keqc-cqek.ca/en/projets/strange-lake-rare-earth-mining-project/
Melcher, F. (2024). Types and quantities of Critical Raw Materials needed to meet growing demands in the European Union and worldwide. Beyond Hot Air Briefing Papers Issue 1. https://doi.org/10.25365/phaidra.541
Naskapi Nation of Kawawachikamach. (2024). Strange Lake rare earth project. https://naskapi.ca/2024/08/17/strange-lake-rare-earth-mining-project-environmental-impact-review-and-public-participation/
Nilsen, T. (April 14, 2019). Minister says controversial copper mine needed for the green shift. The Barent Observer. https://www.thebarentsobserver.com/industry-and-energy/minister-says-controversial-copper-mine-needed-for-the-green-shift/113405NunatuKavut Community Council. (December 8, 2023). Comments on the initial project description (and summary of the initial project description) for the Strange Lake rare earth mining project. https://registrydocumentsprd.blob.core.windows.net/commentsblob/project-85969/comment-61622/NunatuKavut%20Community%20Council%20Comments%20on%20the%20Strange%20La
Saxinger, G. (2021). Social dimensions of mining in Yukon Territory. In: S. Glomsrød, G. Duhaime, G., I. Aslaksen (Hrsg.): The Economy of the North – ECONOR 2020 (pp. 116-117). Arctic Council Secretariat.
Torngat Metals. (2024). Strange Lake rare earth mining project. https://iaac-aeic.gc.ca/050/documents/p85969/157595E.pdf
United Nations. (2007). United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples. https://www.un.org/development/desa/indigenouspeoples/wp-content/uploads/sites/19/2018/11/UNDRIP_E_web.pdf



