Indigene Wahrnehmungen von (tauendem) Permafrost
Von Susanna Gartler
Am 18.03.2026 um 18:30 Uhr findet der #20 Polar Talk im Naturhistorischen Museum Wien statt.
„Permafrost? Er bedeutet Stabilität für unser Land, unsere Tiere, unsere Nahrung, unser Wasser – für alles.“ Was geschieht, wenn der Boden, der all dies zusammenhält, zu tauen beginnt?
Dieser Vortrag untersucht, was Permafrost – und sein rasches Auftauen – für indigene Gemeinschaften im Nordwesten Kanadas bedeutet, mit einem besonderen Fokus auf die Inuvialuit und die Gwich’in First Nation. Dabei wird beleuchtet, warum intakter Permafrost eine zentrale Rolle im alltäglichen Leben spielt, wie er lokal genutzt und verstanden wird und weshalb er nicht von dem Land, dem Wissen und den gelebten Realitäten arktischer indigener Bevölkerungen getrennt betrachtet werden kann.

Susanna Gartler, MSc. (©Susanna Gartler)
Susa (Susanna) Gartler ist Mitglied des Austrian Polar Research Institute und Lektorin an der Universität Wien. Derzeit promoviert sie mit einem Schwerpunkt auf Extraktivismus und der Wiedererstarkung der First Nations im Yukon-Territorium in Kanada. Susa ist zudem Forscherin und dem Projekt „Illuq: Permafrost, Pollution and Health“ (EU H2020) affiliiert. Sie engagiert sich für transdisziplinäre und dekolonisierende Forschungspraktiken und ist Mitglied des Herausgeber*innengremiums der Zeitschrift Environmental Research: Ecology. Ihre Forschungsinteressen umfassen Critical Indigenous Studies, Umweltanthropologie, Permafrostforschung sowie Arktis- und Kanada-Studien. Zu ihren früheren Projekten zählen LACE und Nunataryuk.
Polar Talks ist eine Vortragsreihe des Austrian Polar Research Institute (APRI), in der PolarforscherInnen aus den Natur- und Sozialwissenschaften in allgemein verständlicher Form über ihre Forschung in den Polarregionen berichten.
Der Vortrag ist auf Deutsch
Eintritt frei!
Wann: Mittwoch, 18.03.2026, 18:30 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Titelbild: ©Susanna Gartler



