Von Dr. Andreas Stohl

Am 26. November 2026 um 18:00 gibt Dr. Andreas Stohl im Rahmen der APRI Jahreshauptversammlung einen öffentlichen Vortrag.

Arktische Aerosole können sowohl lokalen Ursprungs sein als auch aus den mittleren Breiten importiert werden. Sie sorgen nicht nur für Luftverschmutzung in Regionen, wo man das nicht vermuten würde, sondern haben auch Auswirkungen auf das Klima, etwa durch die Ablagerung absorbierender Aerosole auf Schnee und Eis.

Eindrucksvoll zeigt sich der Einfluss der Aerosole im sogenannten „Arctic Haze“ im Frühling. In seinem Vortrag blickt Andreas Stohl auf die unterschiedlichen Quellen von Aerosolen in der Arktis, von Staubemissionen in der Arktis über den Import von Waldbrandaerosolen hin zur klassischen anthropogen verursachten Luftverschmutzung.

Er erläutert welchen Einfluss atmosphärischer Transport auf das arktische Aerosolbudget hat und wie sich dieser durch den Klimawandel bereits geändert hat. Schließlich zeigt er auch, welchen Wert Aerosol-Ablagerungen in arktischen Eisbohrkernen für die Rekonstruktion historischer Ereignisse bis zurück in die Antike haben können.

Andreas Stohl (©Andreas Stohl)

Andreas Stohl ist Professor für Allgemeine Meteorologie an der Universität Wien. Er beschäftigt sich mit der Analyse und Modellierung von Transportprozessen in der Atmosphäre und ihren Auswirkungen auf Luftqualität und Klima. Während des 4. Internationalen Polarjahrs (2007-2008) leitete er das „core project“ POLARCAT.

Der Vortrag ist auf Deutsch
Eintritt frei!
Wann: Donnerstag, 26.11.2026, 18:00 Uhr
Wo: Josef-Holaubek-Platz 2, 1090 Wien, Hörsaal 2 (2A 122)

Titelbild: ©Christoph Ruhsam

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